Wie der GDV mitteilte, wird der von der Bundesregierung heraus gelegte Schutzschirm für die Warenkreditversicherer nicht über den 30.06.2021 hinaus verlängert werden. Die Versicherer sind sich einig, dass die Lieferketten soweit stabilisiert sind, dass sie keine derartige Unterstützung mehr benötigen und die zukünftigen Anforderungen mit eigenen Mitteln stemmen können.


Das Ende des Lieferantenkredits? Eher nein.

Befürchtungen, dies könnte nun zu weiteren Restriktionen bei der Limitvergabe nach dem 30.06.2021 führen, entgegnete jüngst Euler Hermes mit der Bekanntmachung, dass man große Teile der Limite, die man seit September 2020 in zwei Schritten zeitlich befristet hat, bereits jetzt und auch über den 01.07. 2021 hinaus uneingeschränkt zur Verfügung gestellt werden. Auch die Zusatzdeckung CAP wird zumindest für Bonitäten in Grade 6 wieder freigegeben. Ein deutliches Zeichen, nachdem durch die Maßnahmen einiges an Unruhe aufgekommen war, viel Vertrauen in das Produkt Warenkreditversicherung verloren ging und ein spürbarer, administrativer Aufwand verursacht wurde. Sowohl auf Kunden, wie auch auf Seiten des Versicherers.

Andere Versicherer setzen derzeit auf eine konkrete Abfrage des tatsächlichen Limitbedarfs bei Ihren Versicherungsnehmern.

Und was ist mit der erwarteten Insolvenzwelle?

 

Solange die weiteren Stützungsmaßnahmen für die deutsche Wirtschaft noch greifen, kann mit einer weiterhin schwachen Insolvenzentwicklung gerechnet werden. Ob auch auf diesem Gebiet eine “Welle” auf uns zu rollt, wird die Art und Weise zeigen, wie Kurzarbeitergeld, die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht und dergleichen auslaufen.

Dann wird sich auch zeigen, ob die jetzt eingeschlagenen Wege wirklich die richtigen sind.

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