FAQ 2018-10-30T11:49:12+00:00

FAQ: Wieso, Weshalb, Warum?
Unsere Antworten auf Ihre Fragen zu Kreditversicherung, Factoring, Vertrauenschadensversicherung und Bürgschaften.

Was bringt eigentlich eine Kreditversicherung, und was verbirgt sich hinter dem Begriff Factoring? Kostet es etwas, einen Makler zu beauftragen? Und können öffentliche Einrichtungen bankrott gehen? Hier beantworten wir Ihre häufigsten Fragen.

Und wenn Sie etwas ganz genau wissen wollen: Als Makler schulen wir unsere Kunden sowie bieten Inhouse-Seminare und -Vorträge für Ihren Verband oder Ihr Unternehmen an. Hier erfahren Sie mehr.

Über unsere Arbeit als Makler

Als Makler beraten und betreuen wir Sie anbieterunabhängig. Wir haben den Markt im Blick, holen für Sie Angebote ein, machen diese vergleichbar und beantworten all Ihre Fragen rund um die Produkte Kreditversicherung, Factoring, Bürgschaft und Vertrauensschadenversicherung. Dazu schauen wir uns gemeinsam die Marktrisiken sowie Ihre individuellen Risiken an. Damit helfen wir Ihnen, die für Ihr Unternehmen richtige Entscheidung zu treffen. Die, die genau zu Ihren Bedürfnissen und Anforderungen passt. Denn nicht immer ist sofort erkennbar, welcher Anbieter für Sie der beste ist. Kurz gesagt: Wir verschaffen Ihnen den Überblick. 

Für uns selbstverständlich: Wir begleiten Sie natürlich auch bei der Schadensabrechnung beim Versicherer. Ebenso unterstützen wir Sie bei der Diskussion um nicht ausreichend gezeichnete Limite und zeigen im Bedarfsfall zusätzliche Möglichkeiten für einen ausreichenden Schutz.

Durch die Betreuung einer Vielzahl von Policen überblickt der Fachmakler den Factoring- und Kreditversicherungsmarkt umfassend und fortlaufend und kann Sie optimal beraten. Als Kreditversicherungsfachmakler zielen wir auf ein gemeinsam mit Ihnen erstelltes, bedarfs- und risikogerechtes Absicherungskonzept. Dazu prüfen wir gegebenenfalls bestehende Altverträge, holen neue Angebote ein und vergleichen diese gemeinsam mit Ihnen. Wir spüren Lücken in Ihrer Risikoabdeckung auf und prüfen detailliert, welche Policen und Module für Sie sinnvoll sind.

Dank unserer langjährigen Beziehungen zu den einzelnen Versicherern profitieren Sie zudem von unserer Verhandlungsposition. Und Sie dürfen sich darauf verlassen, dass wir als Makler alle Produkte aller Versicherer gleichrangig im Kopf haben und unabhängig agieren.

Lesen Sie hier noch mehr über die Vorteile eines Maklers für Kreditversicherung und Factoring.

Wir arbeiten mit quasi allen im deutschen Markt verfügbaren Kreditversicherern zusammen: Atradius, Coface, Euler Hermes, R+V, VHV und Zurich. Über uns erhalten Sie aber auch Branchen- oder Zusatzlösungen von TCRE, Credimundi, Prisma, Isopo und vielen mehr. Auch im Bereich Factoring und Bürgschaften verfügen wir über ausgezeichnete Produktkenntnisse und Erfahrungen mit verschiedenen Anbietern. Profitieren Sie von unseren langjährigen Beziehungen und unserer Verhandlungsstärke!

Unser Service ist für Sie mit keinen Zusatzkosten verbunden. Wir betreuen und beraten Sie vor, während und nach dem Vertragsabschluss. Sie werden sehen: Wettbewerb unter den Versicherern belebt das Geschäft!

Eine Angebotsindikation als Diskussionsgrundlage stellen wir Ihnen in aller Regel innerhalb von 72 Stunden zur Verfügung. Qualifizierte Angebote, die bedarfs- und risikogerecht auf die individuellen Bedürfnisse Ihres Unternehmens eingehen, sollten innerhalb von fünf bis zehn Arbeitstagen vorliegen.

Über die Kreditversicherung

Eine Kreditversicherung schützt Ihr Unternehmen vor Zahlungsunfähigkeit eines oder mehrerer Ihrer Kunden und reduziert durch kontinuierliche Überwachung Ihrer Kunden zusätzlich Ihr Risiko.

Vorsorge ist dabei zentral: Die Versicherer behalten permanent das Wirtschafts- und Weltgeschehen, politische Entwicklungen und Marktbewegungen im Blick. Sie scannen die Konjunktur Ihrer Heimatregion genauso wie die anderer Kontinente und Staaten. Und weil sie über die Zahlungsgewohnheiten ganzer Branchen, Länder und einzelner Unternehmen informiert ist – und Veränderungen sofort bemerkt –, kann eine Kreditversicherung in der Mehrheit der Fälle warnen, bevor überhaupt ein Schaden entsteht. Und kommt es dennoch zu einem Schadenfall, springt die Versicherung ein.

Eine Kreditversicherung informiert rechtzeitig, bevor ein Forderungsverlust entsteht und mindert bzw. vergütet Ihnen den Schaden, sollte es dennoch zu einem Zahlungsausfall kommen. Darüberhinaus verschafft Ihnen eine Kreditversicherung eine bessere Verhandlungsposition bei Ihrer Bank, denn diese bewertet durchdachtes, auf einem sicheren Fundament stehendes Debitorenmanagement grundsätzlich positiv. Weitere Gründe für eine WKV haben wir Ihnen hier und hier zusammengetragen.

Die Prämie einer Kreditversicherung berechnet sich individuell aus den folgenden Faktoren:

  • Branche und Kundenstruktur: Gilt Ihre Branche als sicher und risikoarm? Liefern Sie ins Ausland, und wenn ja, wohin? Diese Faktoren sind eine wesentliche Grundlage für die Prämienberechnung.
  • Zahlungsziele vs. tatsächlicher Zahlungseingang: Kurze Zahlungsziele und ein straffes Forderungsmanagement reduzieren die Prämie.
  • Forderungsverluste der zurückliegenden Jahre: Der Versicherer zieht zur Prämienberechnung auch Ihre Schadenshistorie der vergangenen drei bis fünf Jahre heran.
  • Höchstentschädigungsleistung: Die maximale Höchstentschädigungsleistung eines Jahres basiert auf einem Vielfachen der Jahresprämie.
  • zusätzlicher Versicherungsschutz: Möchten Sie auch das Fabrikations- oder Selbstkostenrisiko absichern? Benötigen Sie eine spezielle Branchenlösung? Sollen Inkassokosten mitversichert werden? Natürlich finden sich auch Sonderklauseln in der Prämie wieder.
  • Konjunktur: Die gesamtwirtschaftliche Lage und die damit verbundene Schadenquote lässt der Versicherer ebenfalls in die Prämienhöhe einfließen.

Jeder der Kreditversicherer bewertet die Faktoren anders, daher kann sich eine regelmäßige Ausschreibung Ihres Kreditversicherungsvertrages lohnen. (Lesen Sie mehr.)

Als Makler kennen wir sehr viele Versicherungsverträge – und häufige Fehler. Unserer Erfahrung nach sollten Sie unbedingt auf für Ihr Unternehmen und Ihre Branche praktikable Zahlungs- und Lieferfristen, auf ausreichende Höchstentschädigungsleistungen und Limite, auf politische Risiken sowie die Gefahr einer Rückforderung durch Insolvenzverwalter achten. Diese Punkte haben in den vergangenen Jahren immer wieder zu Schwierigkeiten geführt. Worauf es jeweils ankommt, haben wir deshalb hier detailliert aufgeschlüsselt.

Als wichtigste Partner in der klassischen Warenkreditversicherung kommen die Anbieter AIG, Atradius, Credendo, Coface, Euler Hermes, R+V, VHV oder Zurich in Frage – und jeder von ihnen hat seine Vorteile. Um herauszufinden, welche Kreditversicherung Ihre Anforderungen erfüllt, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  1. Wer sind Ihre Kunden? Analysieren Sie Ihr Kundenportfolio hinsichtlich Anzahl und Umsatzstärke, des Verhältnisses von Bestands- zu Neukunden und deren Branchenzugehörigkeit.
  2. Wo sitzen Ihre Kunden? Befinden sich Ihre Kunden in Deutschland, dem benachbarten Ausland, in der ganzen EU oder sind sie gar weltweit verteilt? Limite werden nicht flächendeckend vergeben, für einige Länder gibt es ohnehin nur einen Anbieter.
  3. Welche Limite sind am wichtigsten? Schauen Sie auf Ihre wichtigsten Kunden – deren Limite sollten gezeichnet werden.
  4. Welche Höchstentschädigungsleistung benötigen Sie? Eine Kreditversicherung sollte mindestens die Höchstentschädigungsleistung (HE) des größten Einzellimits gewährleisten. Prüfen Sie dies einmal jährlich.
  5. Welche Voraussetzungen muss Ihre WKV erfüllen? Einige Branchen haben sehr lange Zahlfristen – das sollte in der Police berücksichtigt werden.
  6. Welche Umsätze sollen versichert werden? Alles ist Verhandlungssache: ob Sie alle Kunden absichern oder nur Exportkunden aus dem Ausland oder auch nur Kunden ab einer gewissen Umsatzhöhe.
  7. Welchen Service erwarten Sie? Benötigen Sie beispielsweise Unterstützung beim Kredit- oder Forderungsmanagement oder leisten Sie das alles selbst?

Details finden Sie auch an dieser Stelle. Und: Sprechen Sie mit uns – genau für diese Fragen sind Makler da.

Manchmal kann es sinnvoll oder gar unvermeidlich sein, die Versicherungsgesellschaft zu wechseln – auch bei langer Geschäftsbeziehung und guter Zusammenarbeit. Weil jeder Anbieterwechsel allerdings Risiken birgt, raten wir Ihnen dringend, folgende Punkte zu beachten:

  • Schäden zusammentragen
    Im Regelfall haftet der neue Kreditversicherer nur für Forderungen, die maximal drei Monate alt sind. Diese Forderungen dürfen zum Zeitpunkt des Wechsels noch nicht notleidend sein. Prüfen Sie während der Wechselphase also sehr gründlich, welche Außenstände Sie noch haben und welche Versicherungspartner für gegebenenfalls auftretende Schäden aufkommt.  Bitte achten Sie auch Ihre Drohschäden aus der Vergangenheit – nach geltendem Recht kann der Insolvenzverwalter eines (ehemaligen) Kunden bereits bezahlte Rechnungen zurückholen.
  • Angebote einholen
    Nur mit wirklich vergleichbaren Angeboten können Sie sich für den richtigen Partner entscheiden. Sorgen Sie dafür, dass alle Anbieter die gleichen Voraussetzungen zur Angebotserstellung erhalten. Nennen Sie alle wichtigen Grundlagen und Anforderungen.
  • Limite melden
    Sie kennen Ihre Kunden und die Limite, die Sie für sie benötigen. Die für Ihr Geschäft zentralsten Limite sollten Sie vorab ermitteln und den Anbietern mitteilen. Denn was nützt Ihnen das beste Angebot, wenn das Geschäftsverhältnis mit Ihrem wichtigsten Kunden nicht ausreichend abgedeckt ist?
  • Angebote prüfen
    Hier geht es ans Eingemachte: Vergleichen Sie jeden Baustein der angebotenen Policen. Dabei steckt der Teufel häufig im Details, gerade, weil die Versicherer häufig für völlig gleiche Sachverhalte unterschiedliche Bezeichnungen verwenden. Achten Sie auch auf eventuell nötigen Zusatzschutz, beispielsweise vor Insolvenzanfechtung.

Das Einholen und Vergleichen von Angeboten sowie Verhandeln mit den Versicherern ist häufig eine Sisyphosaufgabe, vor allem für jene, die sich nicht tagtäglich damit beschäftigen. Vertrauen Sie in diesem Fall ruhig unserer Expertise – wir haben das Marktgeschehen jetzt seit rund 25 Jahren fest im Blick. Und: Es lohnt sich fast immer, bestehende Verträge auf den Prüfstand zu stellen.

Ihre Kreditversicherung sichert Ihnen für jeden Ihrer Kunden ein Limit zu. Voraussetzung ist, dass Sie den Versicherer über folgende Sachverhalte informieren:

  • Stammdaten des Unternehmens: Korrekte Firmenbezeichnung und Anschrift (bitte gründlich prüfen, auch im Hinblick auf Eingehungsbetrug, der über die Kreditversicherung nicht abgedeckt ist!)
  • die gewünschte (und ausreichend hohe) Versicherungssumme, die auch aktuelle Posten, anstehende Lieferungen, den Auftragsbestand und ggf. den Wert vorproduzierter bzw. zugekaufter Waren und einen kleinem zusätzlichen Puffer berücksichtigt

Achten Sie darauf, dass das Zahlungsziel, das Sie Ihrem Kunden gewähren, auch zu den Bedingungen Ihrer Warenkreditversicherung passt. Falls es Abweichungen zwischen dem Kundenwunsch und Ihrer Police geben sollte, können Sie diese mit dem Limitantrag gemeinsam erbitten.

Sorgen Sie auch dafür, dass Sie für den Versicherer erreichbar sind, sodass dieser auch Sie benachrichtigen kann, sollte einer Ihrer Kunden Anlass zur Sorge geben. Lesen Sie dazu auch diesen Artikel.

Manchmal ist die Limitentscheidung einer Warenkreditversicherung nicht ausreichend oder das Limit wird komplett verwehrt. In diesem Fall können Sie mit einer Top-Up-Lösung aufsetzen, die gekoppelt an Ihre Hauptpolice einzelne Kunden zusätzlich sichert. Am deutschen Markt gibt es verschiedene Deckungskonzepte – von der pauschalen Verdoppelung der teilgezeichneten Limite über ein pauschales Zusatzlimit (200T€) für alle Teilentscheidungen ab 50T€ Limit bis hin zu individuellen Zusatzlimiten im Millionenbereich. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Zur Schadensvermeidung beobachtet ein Versicherer permanent Ihre Geschäftspartner. Immer wieder kommt es vor, dass der Versicherer keine oder schlechte Informationen über Ihren Kunden erhält. Dann wird der Versicherer früher oder später die Limite kürzen oder ganz streichen müssen. Sie sollten diese Sorge Ihres Versicherers ernst nehmen und sich in Ihrem eigenen Interesse an diese neuen Limite halten. Es gibt Möglichkeiten, zumindest für einen bestimmten Zeitraum handlungsfähig zu bleiben: Die sogenannte Nachlaufdeckung ist beispielsweise bereits heute in vielen Kreditversicherungsverträgen enthalten, mit ihr können Sie auch nach der Reduzierung oder Aufhebung des Limits bis zu 10 Tage unter dem alten Limit weiterliefern. (Fristen sind verhandelbar.) Über Zusatzprodukte gibt es zudem die Möglichkeit, ergänzende Limite zu beantragen.  Details finden Sie hier. Lassen Sie uns als Ihren Makler verhandeln!

30 Tage nach Eintritt des Schadensfalls: So lange darf es im Regelfall nur dauern, bis Ihr Versicherer den Schaden ausgleicht – vorausgesetzt, Sie haben alle nötigen Unterlagen vollständig eingereicht und die Höhe des Forderungsausfalls steht final fest. Problematisch kann es aber dennoch werden: Immer wieder kommt es vor, dass Schuldner nicht mehr erreichbar sind oder die Arbeit der Amtsschimmmel (gerade im Ausland) sehr viel Zeit beansprucht. Dann kommt es zu verzögerter oder nicht vollständiger Schadensregulierung. An dieser Stelle hilft Ihr Makler: Wir behalten sämtliche Schadensfälle im Blick und sorgen für eine zügige Abwicklung, so dass Sie zu Ihrem Geld kommen. Lesen Sie hier die Hintergründe.

Ja, kleinere Limite können Ihnen sofort online bereitgestellt werden. Hier finden Sie Details.

Ja, auch hier eignet sich eine recht neue Online-Plattform. Lesen Sie hier mehr.

Die Insolvenzanfechtung ist Bestandteil der Insolvenzordnung. Sie besagt, dass der Insolvenzverwalter eines Unternehmens eine bereits erhaltene Zahlung von Ihnen zurückfordern kann. Grundlage dessen ist die Annahme, Sie haben von eventuellen Schwierigkeiten Ihres Geschäftspartners gewusst oder diese vermuten können und so einen Vorteil gegenüber anderen Gläubigern genutzt.

Das Insolvenzanfechtungsgesetz führte in den vergangenen Jahren nicht nur zu kritischen Debatten und einer Gesetzesnovelle, sondern auch zu einer Reihe von unerwarteten Forderungsverlusten, Rückzahlungsaufforderungen und nicht selten zu Folgeinsolvenzen. Deshalb raten wir Ihnen dringend, Ihr eigenes Risiko zu prüfen und gegebenenfalls abzusichern. Hier erfahren Sie mehr.

Auch wenn der Insolvenzverwalter eines ehemaligen Geschäftspartners alle geleisteten Zahlungen unter die Lupe nehmen wird, ist längst nicht jede Forderung von einer Rückforderung gefährdet. Um Ihr Risiko einer Insolvenzanfechtung selbst einschätzen zu können, haben wir Ihnen hier eine zentrale Fragen aufgeschrieben. Stellen Sie sich diese regelmäßig. Beim geringsten Verdacht, dass Ihr Unternehmen in eine mögliche Anfechtung hinein schlittert, empfehlen wir immer das Gespräch mit einem Spezialisten für Insolvenzanfechtung. Nur dieser kann Ihr Risiko tatsächlich einschätzen.

Eine Absicherung gegen Insolvenzanfechtungen ist möglich: Ein Teilbereich ist in vielen Fällen schon in einer klassischen Warenkreditversicherung mit abgedeckt. Haben Sie keine Kreditversicherung abgeschlossen oder wollen mehr als den durch die WKV bestehenden Deckungsschutz erhalten, können Sie eine Insolvenzanfechtungsversicherung abschließen. Diese Police kann auch die Risiken der Vergangenheit und Rechtsverfolgungskosten abdecken.

Über Bürgschaften

Mit dem Aushändigen einer Bürgschaft an Ihren Kunden geben Sie ihm Sicherheit und schaffen Vertrauen. Am häufigsten werden Mängelgewährleistungsbürgschaften und Vertragserfüllungsbürgschaften, aber auch Anzahlungsbürgschaften von Vertragspartnern eingefordert. Bürgschaften können entweder über eine Bank oder über einen Kautionsversicherer ausgestellt werden.

Ein gutes Argument für Kautionslinien bei Versicherungen ist die Entlastung Ihrer Kreditlinien bei Ihrer Hausbank. Der Bürgschaftsrahmen einer oder mehrerer Kautionsversicherungen ersetzt oder ergänzt ihre bestehenden Banklinien. Dies verschafft Ihnen zusätzliche Liquidität. Einige Kautionsanbieter können Ihre bestehende Bürgschaftsobligo bei der Bank mit übernehmen. Die Besicherung und der Avalzins eines Rahmens bei einem Versicherer sind in der Regel attraktiver als bei einer finanzierenden Bank.

Die Versicherungsprämie berechnet sich anhand der Bürgschaftsrahmenhöhe sowie der Bonität des Unternehmens. Die benötigten Bürgschaftsarten spielen ebenfalls bei der Kalkulation und einer etwaigen Besicherung des Rahmens eine Rolle. Eine Bürgschaft über eine Kautionsanbieter ist dabei in aller Regel kostengünstiger als eine Bankbürgschaft. Lassen Sie sich von uns ein Angebot erstellen.

Was auf den ersten Blick nur nach anderer Anlaufstelle aussieht, überzeugt auf den zweiten Blick durch eine Reihe von Vorteilen: Mit einer Kautionsversicherung stellen Sie die Unternehmensfinanzierung auf eine zusätzliche Säule und verringern damit die Abhängigkeit von Ihrer Hausbank. Zudem läuft das Beantragungsverfahren schneller ab, denn anders als die Bank führt der Versicherer keine Risikoprüfungen durch. Häufig fordert der Versicherer weniger oder gar keine Sicherheiten.

Es lassen sich Gewährleistungsbürgschaften (auch Mängelgewährleistungsbürgschaften), Vertragserfüllungsbürgschaften, Anzahlungsbürgschaften sowie viele weitere Bürgschaften für spezifische Bedürfnisse und Anlässe vereinbaren. Einen vollständigen Überblick finden Sie hier.

Bürgschaften in kleinerem Rahmen können wir anhand eines kurzen Fragenbogens und einer positiven Creditreformauskunft vermitteln.  Die meisten Anbieter verzichten auf eine Bilanzprüfung für kleinere Rahmen.  Ab 1-2 Millionen Euro ist es in aller Regel erforderlich, eine betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) sowie Bilanzen vorzulegen.

In Deutschland steigt die Zahl der Kautionsversicherer stetig. Auch für die kommenden Jahre erwarten wir weitere Bürgschaftsanbieter.  Wir haben zu allen Kautionsanbietern Kontakte, aber nicht immer sind die Produkte so, wie wir uns als Makler diese vorstellen. Wichtig für Sie: Wir beraten umfassend und unabhängig.

Über Factoring

Beim Factoring verkaufen Sie Ihre offenen Forderungen an eine so genannte Factoringgesellschaft, die sie Ihnen nicht nur umgehend ausgleicht und damit Liquidität schafft, sondern die Forderung ggf. auch gegenüber Ihrem Kunden geltend macht, sich um das Inkassoverfahren kümmert und das Zahlungsausfallrisiko trägt. Ihr Kunde erfährt dabei nicht zwingend, dass Sie mit einem Factorer zusammenarbeiten.

Factoring verschafft Ihnen Liquidität – in der Regel sogar innerhalb von 24 Stunden. Zudem ist es ein probates Mittel, das eigene Unternehmen vor Zahlungsausfällen und deren Folgen zu schützen, denn bei sogenanntem echten Factoring geht das Ausfallrisiko auf den Factorer über. Weil sie Ihre offenen Forderungen zudem fast vollständig gutgeschrieben bekommen, erhöht sich Ihre Eigenkapitalquote. Und das wiederum verschafft Ihnen einen besseren Verhandlungsspielraum gegenüber Ihrer Hausbank. Kurz gesagt: Factoring bringt Ihnen das finanzielle Umfeld zum Wirtschaften, Arbeiten und Investieren.

Die Kosten für das Factoring setzen sich aus folgenden Gebühren und Zinsen zusammen:

  • Factoringgebühr
  • Delcrederegebühr
  • Limitprüfgebühr
  • Factoringzins
  • ggf. anbieterabhängige Zusatzgebühren

Details finden Sie hier. Ihren Factoringvertrag können Sie individuell verhandeln, dabei helfen wir gern.

Einem Factoringvertrag liegt in Deutschland üblicherweise eine Warenkreditversicherung zugrunde. Hierbei gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Das Einvertragsmodell: Hier ist die Kreditversicherung in den Factoringvertrag integriert. Der Factor übernimmt ebenfalls die Abwicklung rund um die Warenkreditversicherung – von der Limitanfrage bis hin zur Schadensmeldung.
  • Das Zweivertragsmodell: Bei dieser Form des Factorings schließen Sie neben dem Vertrag mit dem Factor auch einen eigenständigen Kreditversicherungsvertrag ab. Die Handhabung der Kreditversicherung liegt dann in Ihren Händen. Sie beantragen Limite und tragen dafür Sorge, dass die Obliegenheiten aus Ihrem Kreditversicherungsvertrag eingehalten werden.

Preislich unterscheiden sich die beiden Modelle normalerweise nur marginal voneinander. Ein Einvertragsmodell scheint zunächst die unkomplizierteste Lösung darzustellen, häufig entpuppt sich jedoch das Zweivertragsmodell als die bessere Variante. Generell können wir keine pauschale Empfehlung für das eine oder das andere Modell abgeben, da jedes Unternehmen individuelle Anforderungen mit sich bringt und Sie diese Parameter genau bedenken sollten. Ausführliche Informationen finden Sie auch hier.

Im Fokus der Factoringgesellschaften stehen Forderungen aus dem B2B-Umfeld. Die meisten Forderungsfinanzierer können keine B2C-Forderungen ankaufen. Und eine weitere Bedingung gibt es: Die Forderungen müssen zum Zeitpunkt der Einreichung bei der Factoringgesellschaft einredefrei – also frei von Mängeln –und die Leistung muss vollständig erbracht worden sein. VOB-Forderungen sind nur bedingt durch eine Factoringgesellschaft vorfinanzierbar.

Dies hängt von Ihrem Vertragsmodell ab: Entweder Sie lassen den Factorer „nur“ Ihren Kunden sowie ggf. auch die Verität der Forderung prüfen und ihn diese Forderung(en) dann regresslos ankaufen und finanzieren. Möglich ist aber auch, dass der Factorer Ihre Zahlungseingänge überwacht,  Mahnungen schreibt, Meldungen an den Rückversicherer tätigt sowie bei Bedarf Maßnahmen zur Forderungsbeitreibung einleitet.

Factoring eignet sich besonders für Hersteller und Großhändler der folgenden Branchen: Textil / Bekleidung Schuhe / Leder, Unterhaltungselektronik, Elektrotechnik / EDV-Hardware,  Geschenkartikel / Glas Porzellan / Spielwaren, Nahrungs- und Genussmittel, Chemische Industrie, Holz, Papier, Medizintechnik, Metall, Speditionen, Personaldienstleister, IT. Außerdem gibt es Lösungen für den Maschinen- und Werkzeugbau.

Die Factoringgesellschaft muss vor dem Ankauf der Forderungen die AGB des Lieferanten sowie die Einkaufsbedingungen Ihres Kunden genau kennen. Hintergrund ist der sogenannte Eigentumsvorbehalt. Dieser sorgt dafür, dass die Ware bis zum Zeitpunkt der Bezahlung in Ihrem Eigentum verbleibt. Welche Formen des Eigentumsvorbehalt es gibt, lesen Sie an dieser Stelle.

Auch die Warenkreditversicherung besteht in den meisten Fällen in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen darauf, dass der Versicherungsnehmer den Eigentumsvorbehalt durchsetzt.  Da die Einkaufsbedingungen vieler Konzerne dem entgegen stehen, gilt der Eigentumsvorbehalt nicht in allen seiner Formen als durchsetzbar. Im Schadensfall kann ein nicht vereinbarter Eigentumsvorbehalt zu Reduzierung oder Streichung der Entschädigungsleistung führen. Ein nicht vereinbarter Eigentumsvorbehalt beeinträchtigt die Verität / Werthaltigkeit  der Forderung und kann dadurch nicht immer durch einen Factor angekauft werden. Zudem können die Einkaufsbedingungen mancher europäischer Konzerne noch zusätzliche Fallstricke enthalten. Nach luxemburgischem oder französischem Recht beispielsweise kann eine Factoringgesellschaft nur mit einer 100 %-Auszahlung des Rechnungsbetrages an den Factoringnehmer Forderungsinhaber werden.

Grundsätzlich gilt: Der Versicherungsmarkt bietet für viele Fälle eine Lösung an – und wir stöbern sie für Sie auf. Schwierig kann es immer dann werden, wenn die offenen Posten gegenüber Ihrer einzelnen gewerblichen Kunden zu gering sind (unter 1.000 €), der factoringfähige Umsatz Ihres Unternehmens unter 500.000 € p.a. liegt oder die Bonität Ihrer Kunden nicht ausreichend ist und sich der Factor bei der Kreditversicherung nicht rückversichern kann.

In der Regel zahlen die Factoringgesellschaften 90 % der Summe innerhalb des nächsten Werktages. Die übrigen 10 % werden mit dem Begleichen der Rechnung durch Ihren Kunden ausgeglichen. Der Factor kauft Ihre Forderung im Falle der Zahlungsunfähigkeit Ihres Kunden zu 100 % an.

Über die Vertrauensschadenversicherung

Betrug, Diebstahl, Unterschlagung: Immer wieder kommt es zu Schäden, weil das Vertrauen der Unternehmer missbraucht wird – entweder durch eigene Mitarbeiter oder durch Dritte (etwa bei Hacking-Attacken). Zu den ohnehin steigenden Fallzahlen kommt eine nicht unwesentliche Dunkelziffer. Der wirtschaftliche Schaden, der dabei entsteht, kann über eine Vertrauensschadenversicherung gedeckt werden.

Eine Vertrauensschadenversicherung unterstützt diskret bei Vorsorgemaßnahmen, sichert durch Schadensdeckung Ihre Liquidität und steigert immer häufiger auch Ihre eigene Vertrauenswürdigkeit gegenüber Finanzinstituten.

Weniger als Sie denken: Die wichtigsten Parameter sind die Anzahl der Mitarbeiter des Unternehmens, die Versicherungssumme und der Umfang der Absicherung. Lassen Sie sich ein Angebot erstellen.

Über eine Vertrauensschadenversicherung lassen sich unter anderem Schäden durch Unterschlagung, Diebstahl, Geheimnisverrat oder Komplott, gezielte Hackerangriffe oder Eingriffe Dritter in EDV-Systeme (denken Sie etwa an Daten in der Cloud) abdecken. Die Schäden können durch (häufig unbekannte) Dritte, aber auch eigene Mitarbeiter verursacht werden – übrigens auch bereits ausgeschiedene Mitarbeiter. Die VSV springt dann ein, wenn Ihnen ein direkter Vermögensschaden entsteht. Über konkrete Fälle berichten wir übrigens regelmäßig in unserem Blog.

Wir – und etwa auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik sowie das BKA – beobachten jedes Jahr steigende Schäden durch Betrug, Hacking, Phishing und andere kriminelle Methoden. Gleichzeitig ist aber beispielsweise der Eingehungsbetrug nicht durch die Warenkreditversicherung gedeckt, hier ist zwingend eine weitere Absicherung notwendig. Für eine VSV ausschlaggebend sind häufig auch die Compliance-Regeln des Unternehmens. Angestellte Geschäftsführer sollten dabei auch immer ihre Geschäftsführerhaftung im Hinterkopf behalten.

Über Risiken

Wer glaubte, die öffentliche Hand bringt von Haus aus einen Gläubigerschutz mit, ist 2014 eines besseren belehrt worden. In diesem Jahr nämlich beantragten sowohl ein Kreishandwerkerschaft in Rheinland-Pfalz als auch die Stadtwerke Gera die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Fakt ist: Die Insolvenzordnung schließt einzig Gebietskörperschaften wie Bund, Länder und Kommunen aus. Bei Körperschaften wie einer Handwerkerschaft muss das jeweilige Bundesland eigenständig beschließen, ob Insolvenzunfähigkeit vorliegt. Genau das tun die Länder – jedoch teils mit deutlichen Abweichungen voneinander. Unsere Empfehlung ist also ganz klar: Prüfen Sie alle öffentlich-rechtliche Institutionen, mit denen Sie zusammenarbeiten, auf Insolvenzfähigkeit und bisherige Absicherung im Falle eines (auch verzögerten) Forderungsausfalls.

Anders als bei Personen oder Unternehmen gibt es kein einheitliches Verfahren, wie mit einem Staatsbankrott umgegangen wird – dabei stehen immer wieder Volkswirtschaften auf der Kippe. Das Institut für Wirtschaft fordert schon länger einen geregelten Ablauf und Rechtssicherheit für Unternehmen. Wichtig für Unternehmer ist: Verfolgen Sie die Lage in den Ländern, in denen Sie Ihr Geld verdienen, immer aufmerksam. Ihre Kreditversicherung unterstützt sie dabei und warnt rechtzeitig. Achten Sie dabei unbedingt auch auf die Abdeckung des politischen Risikos.

Unternehmen, meist jene, die mit Energie oder Rohstoffen handeln, bieten Ihren Kunden Preisstabilität, wenn diese sich im Gegenzug für einen gewissen Zeitraum fest an ihren Versorger binden. Zunächst scheint es nur Gewinner zu geben: Der Anbieter hat planbare, verlässliche Einkünfte, der Abnehmer muss keine Preiserhöhungen fürchten. Bliebe da nicht das Restrisiko einer Insolvenz des Abnehmers. In diesen Fällen hilft die Absicherung des Marktpreisdifferenzrisikos. Der Versorger kann nun auf andere Abnehmer zugehen – zahlen diese einen geringeren Preis, springt der Versicherer ein und trägt die Differenz.

Wir betrachten dies als sinnvolle Erweiterung der Palette an Kreditversicherungslösungen. Schließlich können Lieferanten – von großen Konzernen bis zu kleineren Stadtwerken – so weiterhin am Wettbewerb teilnehmen und ihren Kunden reizvolle Angebote machen. Das entsprechende Sprungtuch, das bei Insolvenz und Preisverfall den Lieferanten auffängt, halten die Versicherer.

Ausführliche Informationen finden Sie auch hier.

Kann Ihr Geschäftspartner beispielsweise aufgrund politischer Ereignisse oder Restriktionen nicht zahlen, ist dieses so genannte politische Risiko in aller Regel nicht über Ihre Kreditversicherung mitversichert. Mehr noch, innerhalb der Eurozone ist es meist gar nicht vorgesehen. Dennoch wissen wir aus der Erfahrung der letzten Jahre – beispielsweise durch die Beschränkungen des Geldverkehrs etwa aus Zypern, Island und Griechenland – , dass genau dieses Risiko nicht mehr völlig unrealistisch ist.

Behalten Sie politische Risiken besonders dann unbedingt im Auge, wenn Sie Kunden außerhalb der EU haben. Die Versicherer unterstützen Sie mit aktuellen Daten und Karten zu Länderrisiken (u.a. bei CofaceAtradiusEuler Hermes und Credimundi), und auch hier auf unserer Website finden Sie regelmäßig Informationen.

Der Eigentumsvorbehalt ist ein gängiges Sicherungsinstrument: Er sorgt dafür, dass die gelieferte Ware bis zur vollständigen Bezahlung des Kaufpreises im Eigentum des Verkäufers verbleibt. Warum sollten Sie auf diese Rechte verzichten und jemandem etwas ohne Gegenleistung überlassen? Zudem gibt er Ihnen im Insolvenzfall die Möglichkeit, nicht bezahlte Ware zurückzuverlangen. So reduzieren Sie Ihre Schadensquote in der Kreditversicherung. Mehr dazu an dieser Stelle.

Diese FAQ werden fortlaufend erweitert. Schauen Sie wieder rein!

Haben Sie weitere Fragen? Wir beantworten Sie gern – schreiben Sie uns oder rufen Sie direkt an.

Ihre Ansprechpartner

Heiko WalterGeschäftsführer
02272 919 85 15
Frank OttoGeschäftsführer
02272 919 85 12
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