Seit kurzem bietet die R+V ihren Warenkreditversicherungskunden einen zusätzlichen Baustein an, der es ermöglicht, auch Betrugsfälle abzudecken.


Einredebehaftete Forderungen – nicht rechtsbeständige Forderungen

 

Seit langem bieten die Warenkreditversicherungen der R+V bereits eine Ergänzung an, die es den Versicherungsnehmern im Falle von Zahlungsstörungen leichter machen soll. Über die integrierte Rechtsschutzfunktion können bestrittene Forderungen mit anwaltlicher Unterstützung beigetrieben werden. Nun kommt ein weiterer Baustein hinzu: der Bestellerbetrug.

 

Die Warenkreditversicherung sieht grundsätzlich nur vor, dass rechtlich begründete, unstrittige Forderungen unter Versicherungsschutz stehen. Sollte sich aber ein Betrüger die Identität Ihres Kunden zu eigen gemacht und darüber Waren bestellt und umgeleitet haben, wird Ihr Kunde zu Recht Ihrer Rechnung widersprechen. Damit ist sie nicht mehr unstrittig und der Versicherer nicht mehr zur Entschädigung verpflichtet. Hier setzt die Ergänzung der R+V an.
In Zusammenarbeit mit der Abteilung Vertrauensschadenversicherung wurde eine Ausschnittsdeckung aufgesetzt, der eben diesen Tatbestand berücksichtigt und sogar noch den inzwischen gängigen fake president beinhaltet. Damit lassen sich pro Jahr Schäden und damit im Zusammenhang stehende Kosten bis zu T€ 250 gegen einen Mehrbeitrag einfach in das bestehende Warenkreditversicherungskonzept bei der R+V einbinden, da die Vertragsteile direkt gekoppelt und auf einander abgestimmt sind.

Reicht ein Zusatzbaustein oder stellt man sich mit dem kompletten Produkt von vornherein besser auf?

Der Deckungsumfang bleibt aber deutlich hinter den Möglichkeiten einer Vertrauensschadenversicherung zurück und Schäden, bei denen eigene Mitarbeiter aktiv mitwirken, bleiben weiterhin außen vor. Es werden bei dieser Ergänzung nur Schäden durch Täuschung Ihrer Mitarbeiter von außenstehenden Dritten berücksichtigt.
In der gerade schwierigen Situation für den stationären Einzelhandel wenden sich viele kleine und mittlere Unternehmen vermehrt dem Internet zu, um Bestellungen, Reservierungen oder Termine mit den Kunden online zu ermöglichen und damit den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Der wirtschaftliche Druck führt aber nach aktuellen Statistiken der VSV-Anbieter dazu, dass oft nicht alle Sicherheitslücken berücksichtigt werden (können). Dann ist es für Kriminelle oft ein leichtes, mit kleinen Schadprogrammen unbemerkt in diese Lücken vorzustoßen und Daten abzugreifen oder gar den Betrieb lahm zu legen.

 

Ist die Ergänzung für den Bestellerbetrug für Sie sinnvoll? Oder lohnt es sich sogar, eine Vertrauensschadenversicherung in vollem Umfang abzuschließen? Wir beraten Sie gerne zu allen Fragen zum Szenario Bestellerbetrug, Vertrauensschaden, Warenkreditversicherung und Forderungsbetreibung. Sprechen Sie uns an.

 

Ihr VIA Delcredere Team

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