Der Angriff Russlands auf die Ukraine wirkt sich teils drastisch auf die Exportabsicherungen aus. Viele Finanzierer, Banken und Kreditversicherer reagieren mit Beschränkungen bei Geschäften in den involvierten Ländern.

Die ersten Kreditversicherer sind dabei, den Versicherungsschutz für Russland und die Ukraine neu zu justieren oder gar einzustellen. Auch Belarus wird wegen der von deren Territorium erfolgten Maßnahmen von einigen Fianzierungsgesellschaften hierin einbezogen. Aufgrund der aktuell sehr dynamischen Situation sind aber nur wenige Anbieter bereit, endgültige Aussagen zu tätigen. So wird nach derzeitigem Stand die Ausfuhrgewährleistung des Bundes neue Anfragen für Geschäfte mit Russland und Belarus bis auf weiteres akut bewilligen. Es ist aber zu erwarten, dass der Bund sich sehr schnell an die Sanktionsbestimmungen der EU anpassen wird. Daher ist auch dies nur eine Momentaufnahme.
Ob die kürzlich angebotenen Verhandlungen durch China zur Beendigung des Konflikts führen, bleibt abzuwarten.

Sicherlich ist eine finale Beurteilung der Lage und der Auswirkungen derzeit nicht sinnvoll. Daher haben auch alle Versicherer und Finanzierer angekündigt, möglichst individuell zur reagieren. So möchte Atradius die Deckungen in den genannten Ländern auf den tatsächlichen Bedarf senken. Ähnliche Verhaltensweisen erwarte wir auch von den anderen Anbietern.

Wir beobachten die Situation für Sie und halten unsere Mandanten zeitnah informiert, sollten Beschränkungen angekündigt werden.

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