Eine weitere Großpleite erschüttert den Einzelhandel: Die Spielzeugkette Toys ´R´ Us hat in den USA Insolvenz angemeldet. Hintergrund seien anhaltend schlechte Geschäftszahlen. Wie viele andere Händler hat auch Toys ´R´ Us massiv Kunden an Online-Shops verloren.

Toys'R'Us Insolvenz

Die Digitalisierung und der Einzelhandel: Ist Preiskampf und Warenüberfluss die richtige Strategie gegen den Online-Handel? Foto: Toys ´R´ Us-Filiale in den USA, CC0

Die sogenannte „Chapter 11“-Insolvenz verschaffte dem Unternehmen einen drei Milliarden Dollar hohen Neukredit einer Bankengruppe um JP Morgan. Diese Summe dient zur Fortsetzung des Geschäftsbetriebs und muss nun vorrangig aufgebracht werden.

Tatsächlich war der Spielzeughändler schon länger in Schwierigkeiten, auch Insolvenzgerüchte gab es offenbar bereits. Kurz vor Start des Weihnachtsgeschäfts kommt die Pleite nun aber zu einer Unzeit – und es bleibt abzuwarten, mit welcher Strategie Toys ´R´ Us in diesen Wettbewerb geht. Immerhin steht wortwörtlich alles auf dem Spiel.

Die Kette beschäftigt weltweit 64.000 Mitarbeiter in 1.450 Filialen. Die Geschäfte in Deutschland sind von der Insolvenzbeantragung nicht betroffen. Lieferanten in Deutschland raten wir wie auch schon bei der Air Berlin-Pleite, ihre Lieferantenbeziehung und Zahlungskonditionen zu prüfen und ggf. anzupassen. Sprechen Sie uns an bzw. wenden Sie sich an Ihren Kreditversicherer.

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