Wie weit sind Sie mit der Umsetzung der Bilanzvorschriften nach IFRS 9? Rund die Hälfte aller betroffenen Unternehmen hinkt dem Zeitplan hinterher, fand der Versicherer Coface bei einer aktuellen Befragung heraus. Eine der Herausforderungen: Ab sofort muss klar benannt und beziffert werden, welche Außenstände wohl nicht beglichen werden.

Wen betrifft das?

Alle börsennotierte Unternehmen, die die International Financial Reporting Standards (IFRS) für ihre Jahresabschlüsse anwenden, müssen nun prognostizieren, welche Geldforderungen aus Lieferungen und Leistungen ausfallen könnten. Der Blick geht also in die Zukunft und nicht wie bisher in die Vergangenheit, als tatsächlich eingetretene Verluste betrachtet wurden. Das Ziel: eine genauere und transparentere Bewertung der Risiken.

Was ist zu tun?

Um die erwarteten Forderungsausfälle, die sogenannten Expected Credit Losses, in der Bilanz darzustellen, sind die Buchhalter nun gezwungen, jede einzelne offene Forderung zu analysieren. Dass das mit zunehmender Größe und/oder Anzahl und Komplexität der Einzelforderungen händisch kaum machbar ist, ist absolut einleuchtend. Gefragt sind nun Prozesse, die eine Analyse nicht nur reibungslos, sondern auch solide und nach einheitlichen Bewertungmaßstäben realisiert.

Zahlungsrichtlinie

Seit Januar 2018 gelten neue Rechnungslegungsvorschriften: IFRS 9. Sie verlangen, erwartete Forderungsausfälle zu beziffern. 

Der Kreditversicherer kann unterstützen

Nach Euler Hermes (wir berichteten) bietet nun auch die Coface ihren Versicherten Hilfe bei diesem nicht unerheblichen Aufwand an. Mit einer speziellen Lösung unterstützt das Unternehmen seine Versicherten bei der Bewertung offener Forderungen und will sie zudem bei der Umstellung auf IFRS9-Vorschriften begleiten. Grundlage seien die Bonitätsinformaitonen von mehr als 80 Millionen Unternehmen in über 200 Ländern, die ein Ausfallrisiko verlässlich einstufen können. Zur Einschätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit oder der Verlustquote bei einem Ausfall analysiert Coface Informationen zum Nichtzahlungsrisiko, einschließlich Daten zur Zahlungserfahrung mit dem Kunden, zur Bonität und zur statistischen Wahrscheinlichkeit der Einbringlichkeit von Forderungen. Darüber hinaus verfügt Coface über aktuelle Wirtschaftsinformationen über alle Länder und Branchen.

Gleichzeitig verweist Coface darauf, dass dank der IFRS 9-Vorschriften mit einer Kreditversicherung die Bewertung des Kreditrisikos verbessert werden kann. Denn wer seine Forderungsausfälle versichert hat, reduziert aktiv den Betrag der zu erwartenden Forderungsausfälle.

Haben Sie Interesse an diesem neuen Coface-Produkt? Sprechen Sie uns an – wir können Ihnen kurzfristig alle Informationen an die Hand geben.

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